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Ware Frau - Auf den Spuren moderner Sklaverei von Afrika nach Europa

Wussten Sie, dass in Europa nach Schätzungen 40.000 bis 100.000 Nigerianerinnen zur Prostitution gezwungen werden?

„Man muss sich nur mal vorstellen, was los wäre, wenn eine Österreicherin zur Zwangsprostitution nach Afrika oder Osteuropa entführt würde. Wir würden doch alles versuchen, bis wir sie gerettet hätten. Doch stattdessen sind die Opfer unter uns – ebenso wie die Täter und Profiteure. Illusionslos betrachtet, ist das das schlimmste Kapitel der gegenwärtigen westlichen, freien und demokratischen Gesellschaft.“ Jochen Bendele, Kleine Zeitung

Der Staat als Zuhälter

In riskanten Undercover-Recherchen für das Buch „Ware Frau“ haben die Autorinnen Corinna Milborn und Mary Kreutzer mit Opfern, Menschenhändlern sowie Freiern gesprochen und dabei aufgedeckt, dass sowohl die gegenwärtige Gesetzgebung, als auch der Staat häufig in skandalöser Weise zum Funktionieren des Systems Frauenhandel beitragen.

Durch die Hölle und zurück

Die jungen Nigerianerinnen werden mit leeren Versprechungen in ihren Heimatorten rekrutiert, und dann unter unvorstellbaren Bedingungen von Schleppern nach Europa gebracht. Oft spielen hier sowohl die Botschaften als auch die Fluggesellschaften eine entscheidende Rolle. Endlich in Europa angekommen geht die Hölle erst los. Den Frauen wird der Pass weggenommen und anstatt des angekündigten Arbeitsplatzes müssen sie als Prostituierte 40.000 Euro „Reisegeld“ zurückzahlen. Dies gelingt ihnen meist gerade, bevor sie mit leeren Händen wieder abgeschoben werden.

Die Nigerianerin Joana Adesuwa Reiterer, die Betroffene berät, bricht in „Ware Frau“ erstmals das Schweigen über dieses Tabu-Thema.

Den Trailer zum Buch können Sie vorab auch auf Youtube anschauen. Weitere Informationen finden Sie zudem bei Ecowin.